Statement des Berufsverbandes Kinderkrankenpflege Deutschland (BeKD e.V.)

Birgit Pätzmann-Sietas, Vorsitzende des BeKD

Es sind zwei Themen, die, aus Sicht des Berufsverbands Kinderkrankenpflege Deutschland, für die Sicherung der Kinder- und Jugendmedizin aktuell von besonderer Bedeutung sind:


1. Die Planstellen im stationären Sektor

Die Sicherstellung der qualitativ hochwertigen Kinderkrankenpflege erfordert eine konkrete Pflegebedarfsermittlung. Deren „Wert“ wird in einer DRG festgeschrieben.

 

Gestatten Sie mir die Frage: Sind Ihnen die Berechnungsgrundlagen für die Kinder PPR im DRG-System bekannt? Und kennen Sie die daraus resultierende Besetzung mit Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/innen auf Kinderstationen?

 

Uns, als Gesundheits- und Kinderkrankenpflegern, ist diese Berechnung NICHT bekannt!

Wir kennen jedoch die Kinderstationen, die aufgrund von gedeckelten Budgets nachmittags, trotz sehr komplexer Pflegesituationen, nur mit einer einzigen Kinderkrankenschwester besetzt sind. Die Mindestanforderungen des Strukturpapiers der GKinD werden hier deutlich unterschritten.

 

Wir plädieren deshalb für gesetzliche Regelungen, in denen der Patient und seine Bezugsperson im stationären Sektor ein Anrecht auf die Erbringung einer ausreichenden und wirtschaftlich notwendigen Pflegeleistung erhält.


2. Die Ausbildung in der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege auf

der Grundlage des novellierten Krankenpflegegesetzes von 2003 Aus der Perspektive der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege sind die Ziele, im Rahmen einer integrativen Pflegeausbildung zwei gleichwertige Berufsabschlüsse zu erzielen, um die Vermittlung notwendiger beruflicher Kompetenzen in der Pflege zu gewährleisten, in hohem Maße gefährdet.

 

Wir befürworten bei einer erneuten Novellierung des Krankenpflegegesetzes, dass eine gemeinsame Ausbildung mit Schwerpunkten in den verschiedenen Handlungsfeldern festgeschrieben und umgesetzt wird.